Autismus

Wenn der sprachliche Ausdruck schwierig ist, können die Gefühlsmonster®-Karten helfen. Gut ist, offen dafür zu bleiben, dass die Bedeutung eines bestimmten Monsters für den Betrachter anders sein kann als für den Begleiter. Diese Bedeutung herauszufinden, kann die Kommunikation in der Familie, Schule oder am Arbeitsplatz sehr fördern. Menschen mit Autismus haben manchmal ausgeprägte Farb-Vorlieben oder -Abneigungen, die dazu führen können, dass bestimmte Karten nicht gewählt werden. Dann ist es wichtig zu wissen, welches Monster für jeden Einzelnen für Freude, Angst, Ärger etc. steht, damit die Begleiter oder Familienmitglieder die Kartenwahl nicht falsch einschätzen.

Mit den Gefühlsmonster®-Karten können Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung

  • nonverbal ihrem Umfeld ihre Gefühle zeigen
  • ihre Einstellung zu bestimmten Veranstaltungen oder Orten zeigen, indem sie z.B. zu einem Foto ihres Arbeitsplatzes und anderer öffentlicher Orte wie Verkehrsmittel, Sportplatz, Supermarkt oder Kino ein Gefühlsmonster auswählen
  • ein Gefühlsmonster für ihre Sicht auf die Personen wählen, mit denen sie zu tun haben
  • Körperhaltungen üben, die zu den unterschiedlichen Gefühlen gehören
  • die Gefühle der begleitenden Person einschätzen

In Zusammenarbeit mit der bekannten Autismus-Buchautorin Inez Maus haben wir ein Informations- und Produktpaket “Autismus” erstellt. Es enthält alle notwendigen Materialien, um mit einem autistischen Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen Signale für Belastungs- und erfreuliche Situationen zu finden und diese in der Familie und für die betreuenden Personen sichtbar zu machen. Die Signal-Monster-Karten dienen vor allem dazu, Belastungsgrenzen festzustellen und in Krisensituationen nonverbal effektiv zu kommunizieren. Die individuelle Auswahl der Signale sorgt für eine hohe Akzeptanz durch das autistische Kind (oder den Jugendlichen oder Erwachsenen).


Erfahrungsbericht

2016-01-17 08.37.04Wie es den Monstern geht …

“Besonderen Spaß an dem Umgang mit den süßen Monstern hat mein Sohn. Dieter ist 7/ein halb – das ist momentan ganz wichtig! Er ist ja schon groß! ;). Bei ihm wurde 2012/2013 nach umfangreichen Untersuchungen das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom mit hyperaktiven Zügen und eine leichte Form von Asperger (Autismus) diagnostiziert. Neben all den Möglichkeiten und Chancen, die eine solche Diagnose mit sich bringt, zeigt er auch oft Verhaltenszüge, die unangebracht wirken, oder nicht alters- und situationsgerecht sind.”

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Weitere Erfahrungsberichte zum Thema finden Sie über die Schlagwort-Wolke “Mehr erfahren”.


Wenn Sie sich die Gefühlsmonster zu eigen machen möchten, um damit zu arbeiten, finden Sie hier Anleitungen als pdf zum kostenlosen Download.

Erste Schritte Beratung und Training (PDF)

Erste Schritte Eltern (Kurzversion) (PDF)

Erste Schritte und Vertiefung für Eltern (PDF)


Was ist Autismus?

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, deren Symptome sich im frühen Kindesalter manifestieren. Schwierigkeiten treten im Bereich der Kommunikation und des Sozialverhaltens auf. Zusätzlich prägen repetitive Handlungen das Erscheinungsbild. Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft ist Autismus angeboren und nicht heilbar. Autistischen Symptomen kann mit geeigneten Therapien in gewissem Maße begegnet werden.

Die Diagnose Autismus ist eine Summationsdiagnose, das heißt, aus den oben erwähnten Symptomfeldern muss eine bestimmte Anzahl an Auffälligkeiten beobachtet werden, um die Diagnose Autismus stellen zu können. Daraus ergibt sich eine große Variationsbreite, die von schwerwiegenden autistischen Symptomen (frühkindlicher Autismus; auch als Kanner-Syndrom bezeichnet) bis zu leicht ausgeprägten autistischen Symptomen (Asperger-Syndrom) reicht. Viele Menschen mit dem Asperger-Syndrom erleben einen hohen Leidensdruck, sie empfinden ihre Form des Autismus keineswegs als „leicht“. Autismus geht oft mit Wahrnehmungsstörungen, die alle Gebiete der Wahrnehmung betreffen können, einher. Da eine klare Trennung der Formen von Autismus nicht möglich ist, hat sich die Bezeichnung Autismus-Spektrum-Störung durchgesetzt.

Schwierigkeiten im Bereich der Kommunikation und des Sozialverhaltens betreffen unter anderem das Wahrnehmen, Erkennen und Äußern von Gefühlen. Ebenso wie die eigenen Gefühle werden auch die Gefühle anderer Menschen oft nur unzureichend erkannt und gedeutet, was situationsunangemessene Reaktionen zur Folge haben kann.

(Zusammenfassung von Inez Maus – www.inez-maus.de)

 

Hier ein Ausschnitt aus einer Präsentation von Frau Inez Maus, Autorin von „Mami, ich habe eine Anguckallergie“ und „Anguckallergie und Assoziationskettenrasseln”, den sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.